04.12.2017

Alle Vögel sind schon da…

Die Zeit für Frühlingslieder ist zwar noch lange nicht gekommen, aber auch im Winter ist es möglich, Vögel zu beobachten. Nicht alle Vögel fliegen in der kalten Jahreszeit in den Süden. Manche trotzen der Kälte und bleiben das ganze Jahr, andere kommen sogar aus dem Norden und Osten, um bei uns zu überwintern. Und sie alle haben eines gemeinsam: Hunger!


© Fotonatur

Der Winter ist für unsere gefiederten Freunde aus vielen Gründen eine schwierige Zeit. Es gibt weniger Futter und durch die frühe Dämmerung auch weniger Zeit, um es bei Tageslicht zu suchen. Und als wäre das nicht genug, ist es außerdem tierisch kalt! Genau, trotz seines warmen Federkleids kann auch ein Vogel frieren.

Bei Frost oder Schnee benötigen Vögel ausreichende Energie, damit ihre Körpertemperatur nicht zu sehr sinkt. Diese Energie beziehen sie aus ihrem Futter. Daher ist es gut, den Vögeln beim Energie tanken unter die Flügel zu greifen – natürlich nur im übertragenen Sinn! Von dieser Vogelfütterung profitieren nicht nur die Tiere, auch wir Menschen können so durchs Fenster die Vögel ganz aus der Nähe beobachten.

 

Richtig füttern

Aber aufgepasst: Bei der Fütterung gibt es einiges zu beachten. Sollte man sich entscheiden, die Vögel im Winter zu füttern, muss man das auch den ganzen Winter lang durchziehen. Die Tiere verlassen sich nämlich auf die neue Futterquelle und kommen immer wieder zur Stelle zurück.

Außerdem sollte die Futterstelle so gelegen sein, dass sich keine Katzen heranschleichen können. Die Vögel müssen während ihrer Mahlzeit also einen guten Überblick über ihr Umfeld haben, damit sie Feinde frühzeitig sehen und wegfliegen können.

 

Futterhäuschen oder -spender?

Sowohl Futterhäuschen, Futterspender, als auch Meisenknödel sind gut geeignet für die Vogelfütterung. Wichtig ist, dass das Futter nicht verschmutzt wird. Deshalb sollten Futterhäuschen regelmäßig mit Bürste und heißem Wasser gesäubert werden. Futterspender hängen, wie Meisenknödel, von einem Baum oder Dach und sind für die Tiere von allen Seiten offen. Der Vorteil zum Häuschen ist, dass die Vögel nicht in ihrem eigenen Futter herumlaufen. Futterspender müssen dagegen nur zu Beginn und Ende der Winterzeit gereinigt werden. Dennoch muss man bei dieser Fütterungsart darauf achten, dass das Futter bei starkem Regen oder Schnee nicht nass wird und vergammelt. Wer sich für Meisenknödel entscheidet, sollte nur darauf achten, dass er keine Knödel im Plastiknetz kauft. Die Vögel können sich mit ihren Beinen im Netz verfangen und verletzen.

 

Es wird aufgetischt…

Sonnenblumenkerne kommen bei allen Vogelarten gut an. Finke, Zeisige, Kernbeißer, Dompfaffen und Sperlinge zählen zu den Körnerfressern und freuen sich besonders über Getreidekörner, Haferflocken, Mohn, Leinsamen oder zerkleinerte Erdnüsse. Rotkehlchen, Amseln und Stare fressen dagegen lieber Weichfutter, das heißt Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie. Das suchen sie gerne auf dem Boden. Für diese Vögel eignet sich daher auch ein Bodenfutterspender. Meisen und Spechte sind dagegen Allesfresser und können mit jeglichem aufgezählten Futter zufrieden gestellt werden. Brot und Essensreste, vor allem gewürzte und gesalzene Lebensmittel, haben aber auf keinen Fall etwas auf dem Speiseplan unserer gefiederten Freunde verloren!


Weitere Informationen zu überwinternden Vögeln findet ihr hier.

Weitere Informationen zu Zugvögeln findet ihr hier.

 

 



Was geht ab?