27.07.2017

In Hessen ist gut Kirschen essen!

Endlich ist wieder Kirschenzeit! Aber kennt ihr euch mit Kirschen aus? Wir reden Klartext und räumen mit den hartnäckigsten Mythen um die leckere rote Frucht auf.


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Kirschen zählen zu den regionalen und saisonalen Obstsorten. Zwischen Mitte Juni und Ende August werden die leckeren Süßkirschen und Sauerkirschen gepflückt. Zu den bekanntesten Kirschanbaugebieten in Hessen gehören Witzenhausen in Nordhessen sowie Friedberg-Ockstadt, Wiesbaden-Frauenstein und Wiesbaden-Kloppenheim. Was wird sonst noch über Kirschen erzählt? Und wie viel davon stimmt wirklich?

Kirschen sind gar nicht immer rot.

Goldrichtig! Das leckere Obst sieht man meistens in der dunkelroten bis fast sogar schwarzen Variante, es gibt aber auch hellrote und sogar gelblich-rote Kirschen.

Beim Kirschenessen darf man kein Wasser trinken.

Falsch! Früher wurde behauptet, dass der Bauch platzt, wenn man beim Kirschenessen Wasser trinkt. Das stimmt nicht. Nur wenn ihr zu viele esst, könnt ihr Bauchschmerzen bekommen. Das liegt daran, dass jedes Obst oder Gemüse in großen Mengen Blähungen verursacht.

Von verschluckten Kirschkernen bekommt man eine Blinddarmentzündung.

Blödsinn! Lasst euch von solchen Ammenmärchen keine Angst einjagen. Kirschkerne sind zu groß, um durch den Durchgang zum Blinddarm zu passen. Verschluckte Kirschkerne werden einfach unverdaut wieder ausgeschieden. Aber Achtung! Ihr solltet trotzdem nicht absichtlich Kirschkerne verschlucken. Sie können in der Luftröhre stecken bleiben und gefährliche Atemnot verursachen.

Frische Kirschen sind am gesündesten!

Stimmt! Frische und unverarbeitete Kirschen haben die meisten Nährstoffe, zum Beispiel Vitamin C, Calcium, Magnesium und Eisen. Das ist super für den Aufbau von Knochen, Zähnen und die Blutbildung! In Kompott, Torten und Kuchen sind Kirschen immer noch genau so lecker, verlieren aber einen Großteil ihrer wirksamen Inhaltsstoffe.

Kirschen kann man auch grün pflücken und dann einfach reifen lassen.

Ganz klares Nein! Einmal gepflückt, reifen Kirschen nicht mehr nach, wie es zum Beispiel Bananen tun. Wie reif eine Kirsche ist, erkennt ihr übrigens nicht an der Farbe, sondern wie schön prall sie sind! Sie sollten auch immer mit Stiel gepflückt werden, da sonst am Stielansatz Saft ausläuft. Das macht die Kirschen weniger saftig und sie faulen auch schneller.

Manchmal ist einfach der Wurm drin.

Nicht ganz richtig. An manchen Kirschen sind ganz kleine Einstichflecken zu sehen. Tatsächlich sind das aber keine Würmer, sondern Larven. Fliegen legen nämlich gern ihre Eier in den Früchten ab. Wenn ihr solche Kirschen aus Versehen mitesst, ist das unappetitlich, aber nicht gesundheitsschädlich. Ihr könnt solche Kirschen also aussortieren oder die „angestochenen“ Stellen entfernen.


Noch mehr Infos zum Thema Kirschen findet ihr hier.
 



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