13.02.2017

Wahl des Bundespräsidenten

Am Sonntag, den 12. Februar 2017 wurde das höchste Amt in der Bundesrepublik Deutschland gewählt: Frank-Walter Steinmeier ist der neue Bundespräsident. Er ist das Staatsoberhaupt von Deutschland und vertritt alle Deutschen im Ausland oder beim Empfang eines ausländischen Staatschefs.


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Da in Deutschland viele unterschiedliche Menschen leben, ist es für den Bundespräsidenten nicht leicht alle zu vertreten. Doch er versucht den Zusammenhalt der Menschen in Deutschland zu stärken.

 

Die Wahl 

Jeder, der einen deutschen Pass hat und mindestens 40 Jahre alt ist, darf Bundespräsident werden. Selbstverständlich kann auch eine Frau Bundespräsidentin werden, aber bisher konnte noch keine Frau die Wahl gewinnen.
Gewählt wird der Bundespräsident alle 5 Jahre von der Bundesversammlung, die nur zu dieser Wahl zusammen kommt. In dieser Versammlung sitzen nicht nur Politiker aus dem Bundestag, sondern auch sogenannte Wahlfrauen und Wahlmänner. Diese Wahlfrauen und Wahlmänner werden von den Landesparlamenten der Bundesländer ernannt. Es müssen keine Politiker sein, sondern können auch bekannte Menschen, wie Sportler, Schauspieler oder Künstler sein. Zum Beispiel reisten die Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß für die SPD nach Berlin zur Bundesversammlung und der Bundestrainer Jogi Löw für die Grünen. Dafür müssen sie nicht Mitglied in den Parteien sein, sondern wurden nur von den Parteien als Wahlmänner ernannt.

 

Alle Mitglieder der Bundesversammlung dürfen einen geeigneten Kandidaten vorschlagen. Aus diesen Kandidaten werden in einer Vorauswahl zwei Kandidaten von der Versammlung bestimmt. Diese Kandidaten halten eine Rede vor der Bundesversammlung und danach wird in geheimer Wahl abgestimmt. Wer die Mehrheit der Stimmen erreicht hat, wird neuer Bundespräsident.

 

Aufgaben des Bundespräsidenten

Der Bundespräsident ist jedoch nicht nur unterwegs auf Reisen oder empfängt andere Staatschefs. Er unterschreibt auch alle neu beschlossenen Gesetze. Erst mit seiner Unterschrift sind sie gültig. Er ernennt außerdem Minister, Bundesrichter und Bundesbeamten und verleiht Orden und Ehrungen.

 

 



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